Entscheidungshilfe für die neue SoLaWi-Saison

Erstellt: 08. Februar 2019 Veröffentlichungsdatum
Geschrieben von Erik Heinisch

Hallo liebe SoLaWi-Sympathisant*innen!


Wir verstehen sehr gut, dass einige von euch nach diesem Dürre-Jahr mit der SoLaWi hadern und sich überlegen, ob sie so etwas ein weiteres Jahr mittragen möchten oder können.

Zu diesem Thema hat uns Stefan Welsch, ein SoLaWi-Anteilnehmer der ersten Stunde, von sich aus eine Geschichte zur Verfügung gestellt, die sich so tatsächlich zugetragen hat.

Vielleicht hilft sie dem einen oder der anderen bei der Entscheidung für die neue Saison...

Herzliche Grüße!
- Simone Ott
 
Orga-Team SoLaWi Sonnenhof
 

Hier ist die Geschichte:

"An einem der letzten Hoftage kam ich mit einem neuen Mitglied der SoLaWi ins Gespräch.
Schnell waren wir beim trockenen Wetter und den schwierigen Bedingungen für die Landwirtschaft im letzten Jahr. Er berichtete mir, dass er unsicher sei, ob er in der neuen Saison wieder einen Anteil beziehen solle. Auch war er vom bisherigen Preis-Leistungs-Verhältnis nicht überzeugt. Etwas enttäuscht war er zudem darüber, dass selbst gute Ernten bei Zwetschgen und Äpfeln nicht in entsprechender Qualität und Menge verteilt wurden. Das alles konnte ich gut verstehen. Schließlich bin ich schon in der vierten Saison dabei und habe bessere Bedingungen erleben können.
 
Da er nicht abgeneigt sondern nur unsicher war, erzählte ich ihm also von meinen Erfahrungen in der vorletzten Saison. Die Bedingungen waren um Längen besser als in dieser Saison. Es gab schon früh viel frischen Salat gefolgt von leckerem Gemüse. Die Feldfrüchte für die Wintermonate konnten damals auch in ausreichender Menge eingelagert werden. Andere standen, solange es ging, noch auf dem Acker.
Ich erläuterte ihm, dass ich es einfach nicht stimmig fände, die SoLaWi nach nur einem Jahr, und dann auch noch nach eben diesem, zu verlassen. Er nehme sich die Chance auf einen Ausgleich im nächsten Jahr bei hoffentlich "normalem" Wetter. Zudem seien die Gegebenheiten nicht nur für die Anteilnehmer eine Herausforderung gewesen, sondern im Besonderen auch für die Anteilgeber und deren Mitarbeiter.
Um die Situation noch zu verdeutlichen, beschrieb ich ein Beispiel aus der kapitalistischen Mega-Maschine. Wenn man Aktien kauft und sie sinken im Wert, realisiert man den Verlust nur bei einem Verkauf. Bleibt man dabei, kann man in einiger Zeit auch wieder in die Gewinnzone rutschen. Er verstand schnell, was ich ihm sagen wollte und vertraute auf meine Erfahrungen der letzten Jahre bei der SoLaWi. Seine Zweifel hatten nun sehr viel weniger Gewicht und er entschied sich, doch noch eine Saison zu testen und selbst weitere Erfahrung zu sammeln. "Außerdem verfolgen wir ja hier auch noch ganz andere Ziele als nur gesundes Gemüse zu bekommen", meinte er. Ich hatte das Gefühl, dass dieser nette Mensch irgendwie froh war, überzeugt
worden zu sein, um noch ein weiteres Jahr bei der SoLaWi zu bleiben.

Herzliche Grüße an meinen damaligen Gesprächspartner, der sich bestimmt im Text erkennt und sich erinnern kann.

Wir sehen uns bei der Bieterunde am 17. Februar!

Liebe Grüße an alle Mitstreiter
- Stefan
 
 
 
 
 
 
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